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11.05.2026    15:30–17:00 Uhr

Die Anmeldefrist für diese Veranstaltung ist leider schon vorbei.
Vor Ort statt auf Tour - Ko-Kreation zwischen Orchestern, Künstler*innen und Stadtgesellschaft

Tourneen und Gastspiele gehören zum Alltag vieler Orchester – doch wie lassen sich Konzerte stärker vor Ort verankern und gemeinsam mit lokalen Partnern entwickeln?

Die Session beleuchtet anhand konkreter Beispiele neue Formen der Zusammenarbeit zwischen Orchestern, Künstler*innen und weiteren Akteur*innen aus Produktion, Musikvermittlung und Stadtgesellschaft. Im Mittelpunkt stehen Prozesse des Ko-Kreierens und Ko-Produzierens: Was sind die Voraussetzungen dafür, dass solche Formate gelingen? Wo liegen die Herausforderungen – organisatorisch, künstlerisch sowie strukturell bedingt?

Im anschließenden Austausch geht es um übertragbare Ansätze und die Frage, wie auch kleinere und mittlere Häuser solche Formen der Zusammenarbeit erproben können.

Ort

Auditorium B (im EG)

ReferentInnen

Alexander Hollensteiner, Geschäftsführer (Berlin), Askons Holt
Porträt

Alexander Hollensteiner studierte Musikwissenschaft, Betriebswirtschaftslehre, Publizistik- und Kommunikationswissenschaft sowie Kultur- und Medienmanagement in Göttingen, Poitiers und Berlin. Nach ersten Berufserfahrungen im Musikbereich, u.a. bei den Berliner Festwochen gründete er 2004 die Musikalische Sommerakademie Schloss Königs Wusterhausen in Kooperation mit der Hochschule für Musik „Hanns Eisler“ Berlin. Von 2004-2009 war er als stellvertretender Künstlerischer Leiter der Festspiele Mecklenburg-Vorpommern tätig. Als Senior Project Manager konzipierte Alexander Hollensteiner von 2009-2014 bei der Konzertdirektion Schmid Tournee-Strategien für renommierte Sinfonie- und Kammerorchester. 2014 wurde er Geschäftsführer der Kammerakademie Potsdam, die 2022 mit dem OPUS Klassik als „Orchester des Jahres“ ausgezeichnet wurde, und hat dort ein bundesweit einzigartiges Programm kultureller Bildung aufgebaut. Seit 2024 ist er Geschäftsführer von Askonas Holt Berlin, ein internationales Künstlermanagement mit Büros in London, New York und Berlin. Er ist im Beirat der Oberlinstiftung und lebt mit seiner Familie in Potsdam.

Andreas Ottensamer, Dirigent / Klarinettist
Porträt

Andreas Ottensamer ist Klarinettist, Dirigent und künstlerischer Leiter des Bürgenstock Festivals. Als langjähriger Soloklarinettist der Berliner Philharmoniker gehört er zu den international profiliertesten Musikerpersönlichkeiten seiner Generation.

Neben seiner intensiven Tätigkeit als Solist und Kammermusiker mit Partner*innen wie Yuja Wang, Lisa Batiashvili oder Gautier Capuçon entwickelt Ottensamer zunehmend eine Karriere als Dirigent. Seit seiner Auszeichnung mit dem Neeme-Järvi-Preis der Dirigentenakademie des Gstaad Menuhin Festival (2021) arbeitete er u. a. mit Riccardo Muti, Simon Rattle und Christian Thielemann zusammen und dirigiert Orchester in ganz Europa sowie international.

In der Saison 2025/26 gibt er sein Operndebüt an der Houston Grand Opera und steht am Pult u. a. des Oxford Philharmonic Orchestra sowie mehrerer europäischer Klangkörper, mit denen ihn eine kontinuierliche Zusammenarbeit verbindet. Engagements führen ihn zudem regelmäßig zu renommierten Festivals wie den Salzburger Festspiele.

Ottensamer steht für eine künstlerische Praxis, die instrumentale Virtuosität, stilistische Offenheit und dirigentische Perspektiven miteinander verbindet.

Emma Würzebesser, Konzertvermittlung, Bühnen Halle
Porträt

Für Emma Würzebesser gehen Bildungsaspekte und Musik schon lange Hand in Hand. Eine intensive musikalische Ausbildung erhielt sie am Robert-Schumann-Konservatorium, Zwickau im Hauptfach Gesang (Klassik und Jazz/Pop) sowie den Nebenfächern Klavier und Gitarre. 

Nach Beendigung eines Bachelorstudiums im Fach Deutsch als Fremdsprache mit Nebenfach Außereuropäische Sprachen und Kulturen dozierte Emma Würzebesser zwei Jahre als DAAD-Stipendiatin und Sprachassistenz an der Universität für Geistes- und Sozialwissenschaften in Ho-Chi-Minh-Stadt, Vietnam. Dort gründete und begleitete sie u. a. ein Theaterprojekt am Goethe-Institut HCMC.

Nach ihrer Rückkehr nach Deutschland arbeitete sie zunächst bei MDR Clara, dem Jugend-Musiknetzwerk von MDR Klassik und schloss ihr Masterstudium in Musikwissenschaft an der Universität Leipzig ab. Seit August 2023 ist sie Musikvermittlerin bei der Staatskapelle Halle. In Halle  entwickelte sie das Educationlabel Hai! Klassik und ist zudem als künstlerische Projektleiterin in unterschiedlichen musikvermittelnden Projekten wie beispielsweise dem StudiLab der Staatskapelle Halle tätig.


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