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10.05.2026    12:30–14:00 Uhr

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Aufgewacht? Aufgeweckt! Überfordert?! Orchesterarbeit im Spannungsfeld neuer Erwartungen
Workshop

Gesellschaftliche Debatten sind längst im Kulturbetrieb angekommen – und mit ihnen neue Erwartungen an Orchester: mehr Offenheit, mehr Diversität, mehr Relevanz, mehr Nähe zur Stadtgesellschaft. Vieles davon ist nicht neu. Und doch verändert sich gerade spürbar, wie konkret diese Ansprüche formuliert – und eingefordert – werden.

Was bedeutet das für den Arbeitsalltag im Orchester?
Für Abläufe, Entscheidungsprozesse, Programmplanung, Kommunikation – und nicht zuletzt für die Menschen, die all das gestalten?
Zwischen Anspruch und Realität entstehen Spannungen: Wo stoßen gewachsene Strukturen an Grenzen? Was gerät in Bewegung? Und wo entsteht vielleicht auch Überforderung?

Der Workshop nimmt diese Fragen aus unterschiedlichen Perspektiven in den Blick und übersetzt gesellschaftliche Entwicklungen in die konkrete Praxis des Orchesterbetriebs. Die Zielsetzung: Kein abstrakter Diskurs, sondern ein gemeinsamer Blick auf das, was sich bereits verändert – und auf das, was daraus für und mit uns folgen kann.

Ein Denk-Labor zu Erwartungen, Widersprüchen und Handlungsspielräumen in einer Arbeitswelt, die sich neu sortiert.

Ort

Seminarraum 3 (im 1. OG)

Aufgewacht? Aufgeweckt! Überfordert?! Orchesterarbeit im Spannungsfeld neuer Erwartungen

ReferentInnen

Marlene Brüggen, Leitung Künstlerische Planung, Deutsches Symphonie-Orchester Berlin
Porträt

Marlene Brüggen begann ihre berufliche Laufbahn bei der Konzertdirektion Schmid, wo sie als Managerin für Künstler:innen wie Leonard Slatkin, Cornelius Meister, Khatia Buniatishvili, Renaud Capuçon und Rafał Blechacz arbeitete. Nach sechs Jahren in der Agentur und einem Master of Arts in "Medien und Musik" wechselte sie auf die Veranstalter-Seite und wurde Teil des Planungsteams des Schleswig-Holstein Musik Festival.

Zum Herbst 2021 übernahm sie die Position der Leitung Künstlerische Planung des DSO Berlin (Deutsches Symphonie-Orchester Berlin).

Marlene Brüggen versteht ihre Aufgabe darin, die Relevanz des Orchesters sowohl kulturell als auch gesellschaftlich zu definieren, und unterschiedliche Zielgruppen anzusprechen. Es geht ihr darum, das künstlerische Programm inklusiv zu denken und sich von Popkultur, gesellschaftlichen Themen und Trends unserer Zeit inspirieren zu lassen.

Auf ihre Initiative hin verpflichtete sich das DSO in der Saison 23/24 dazu, in jedem seiner Konzerte mindestens ein Stück einer Komponistin aufzuführen, das zum Saisonmotto „Kein Konzert ohne Komponistin!“ wurde.

Hannah Schmidt, Moderatorin/ Podcast-Host
Porträt

Hannah Schmidt arbeitet als freiberufliche Musikjournalistin unter anderem für die ZEIT, den WDR, SWR, BR, Deutschlandfunk, das VAN-Magazin und das feministische Magazin an.schläge. Für ihre Arbeit wurde sie 2023 mit dem Reinhard-Schulz-Preis für zeitgenössische Musikpublizistik ausgezeichnet. Ebenfalls 2023 hat sie das Buch „Dirigent*innen im Fokus. Warum die klassische Musik fundierte Machtkritik braucht“ geschrieben und gemeinsam mit dem Frauenkulturbüro NRW herausgegeben (transcript). Parallel arbeitet sie als Organistin im Raum Dortmund. Sie hat Musik mit Hauptfach Orgel, Musikjournalismus (M.A.) und Komparatistik (M.A.) an der TU Dortmund und der Ruhr-Universität Bochum studiert und anschließend sechs Jahre als wissenschaftliche Mitarbeiterin am Lehrstuhl für Fernseh- und crossmedialen Journalismus geforscht. Derzeit promoviert sie am Institut für Journalistik der TU Dortmund im Bereich der Feuilletonforschung.


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