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10.05.2026    17:00–18:30 Uhr

Die Anmeldefrist für diese Veranstaltung ist leider schon vorbei.
Vom Wollen ins Machen: Komponistinnen finden, auswählen, aufführen

Nach den vorangegangenen Impulsen und Sessions ist vieles grundlegend geklärt: gesellschaftliche Zusammenhänge, strukturelle Fragen, die eigene Rolle im System – doch wie genau und ganz konkret anfangen?

Dafür dient beispielhaft als konkreter Ausgangspunkt die Frage, wie sich Komponistinnen stärker in Programme integrieren lassen– und zugleich als Stellvertreterin für eine größere Bewegung: den Blick über den etablierten Kanon hinaus und die aktive Weiterentwicklung von Repertoire und Programmarbeit.

Wo finde ich verlässliche Quellen und Notenmaterial? Wer unterstützt bei Recherche und Auswahl? Und wie lässt sich ein erster, realistischer Einstieg im eigenen Haus umsetzen – jenseits von einmaligen „Sonderformaten“?

Die Session bündelt Erfahrungen, Perspektiven und konkrete Ansätze aus der Praxis. Gemeinsam entsteht ein erster, bewusst unvollständiger Werkzeugkasten – für alle, die nicht nur anders denken, sondern auch anders handeln wollen. Und vielleicht auch: eine persönliche Playlist für die Zugfahrt nach Hause.

Ort

Auditorium A (im EG)

Vom Wollen ins Machen: Komponistinnen finden, auswählen, aufführen

ReferentInnen

Johanna Backhaus, Mitgestalterin, Festival 'Feminale'
Porträt

Johanna Backhaus studiert Gesang an der Hochschule für Musik und Theater Hamburg in der Klasse von Jörn Dopfer. Zuvor studierte sie Historische Musikwissenschaft in Hamburg und Cremona. Derzeit ist sie außerdem als wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Universität Hamburg beschäftigt. 

In ihrer Arbeit als Sängerin und Musikwissenschaftlerin widmet sie sich musikalischen Schätzen abseits des etablierten Repertoires, um Vergessenes wieder auf die Bühne zu bringen – getragen von dem Wunsch, mit jedem Konzert Impulse zu liefern, die das Konzertleben bereichern.

Als Mitgestalterin des Festivals Feminale setzt sie sich aktiv dafür ein, diese Lücke zu schließen und das Bewusstsein für weibliches Schaffen in der Musikgeschichte zu stärken. Das Festival versteht sich dabei nicht nur als Bühne für vergessene Stimmen, sondern erprobt zugleich neue Konzertformate, die ein breites Publikum ansprechen und klassische Musik neu erfahrbar machen.

Maria Bätzing, Vorstand, Archiv Frau und Musik
Porträt

Maria Bätzing studierte Philosophie und Romanistik an der Goethe-Universität Frankfurt und ist seitdem in verschiedenen Bereichen der Kultur und Zivilgesellschaft tätig. Unter anderem arbeitete sie als Regieassistentin an der Oper Ulm, beim Frauen* Musik Büro in Frankfurt und in einem gemeinnützigen Verein in der entwicklungspolitischen Bildungsarbeit. Als Gründungsmitglied der Kammerphilharmonie Frankfurt beschäftigte sie sich früh mit experimenteller Probenarbeit in der Orchesterarbeit. Heute schreibt schreibt sie zudem für die Chorzeit und setzt sich für Vielfalt in Konzertprogrammen ein – auch ganz praktisch als Teil des basisdemokratisch arbeitenden Vokalensembles Quarantöne und der Band Maniya M. 2024 schloss sie die Chorleitungsschule des Hessischen Sängerbunds ab. Seit 2026 ist sie im geschäftsführenden Vorstand des Internationalen Arbeitskreises Frau und Musik e.V. tätig. dem Trägerverein des in Frankfurt ansässigen Archivs Frau und Musik.

Sabine Kemna, Kommunikation, Furore Verlag
Porträt

Sabine Kemna arbeitet seit 1993 im Furore Verlag und verantwortet als Mitglied der Geschäftsleitung folgende Bereiche: Rechte und Lizenzen, Promotion Komponistinnen, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit, Marketing und Vertrieb. Der Furore Verlag feiert in diesem Jahr sein 40-jähriges Verlagsjubiläum. Er ist weltweit der einzige klassische Musikverlag, der exklusiv Noten, Bücher und CDs von und über Komponistinnen von der Blockflöte bis zur Oper im Programm hat.

Mary Kitchens, Vorstand, Archiv Frau und Musik
Porträt

Mary Ellen Kitchens studierte Musikwissenschaft und Romanistik in USA (Yale), Frankreich (Sorbonne) und Deutschland (Ludwig-Maximilians-Universität). Hauptberuflich war sie langjährig Abteilungsleiterin im Archivbereich des Bayerischen Rundfunks. Sie stellt diversitätsbewusste Musikprogramme für die Chöre und Orchester, die sie leitet (Orchesterverein Kempten, Rainbow Sound Orchestra Munich, Frauenorchesterprojekt Berlin, Munich International Choral Society, Regenbogenchor München) zusammen und befasst sich mit neuen Konzertformaten. Seit 2013 ist sie Vorstandsfrau des Internationalen Arbeitskreis Frau und Musik/Archiv Frau und Musik (Frankfurt/Main).


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