Deutscher Orchestertag 2017

Exposé

I. Der Kontext

Seit etwa 1997 gibt es informelle Arbeitskreise auf Ebene der Manager/innen deutscher Kulturorchester mit regionalem Zuschnitt. Auftakt war in Nordrhein-Westfalen, danach folgte die Gründung der AGOS, die die Bundesländer Baden-Württemberg, Bayern und Rheinland-Pfalz umfasst. Diese Gruppen treffen sich regelmäßig. Auch in Hessen gibt es mittlerweile einen Arbeitskreis und in Südostdeutschland ist die Gründung in Vorbereitung.

Teilnehmer/innen sind die Intendanten/innen, Direktoren/innen und Geschäftsführer/innen deutscher Kulturorchester, unabhängig davon, ob sie Verantwortung für ein Theater-, ein Kammer- oder ein Symphonieorchester tragen.

Das Ziel der regionalen Treffen war zunächst, den Erfahrungsaustausch über die tägliche Praxis des Orchestermanagements zu pflegen und zu intensivieren sowie dem satzungsbedingten Mangel des Deutschen Bühnenvereins zu begegnen, der den Kulturorchestern, obgleich er ihr Tarif- und Berufsverband ist, keinen eigenen Gruppenstatus einräumt und damit die aktive Einflussnahme auf die Belange eines Arbeitgeberverbandes erschwert.

Aber die regionalen Arbeitsgruppen entwickelten sich: sie erregten die Aufmerksamkeit der Landespolitik (NRW), ihr Sachverstand war gefragt im Tarifausschuss des Deutschen Bühnenvereins, und mit Hilfe der Justitiare des Deutschen Bühnenvereins (LV-Mitte: Ra Robert Kuth; LV-BaWü: Ra Dr. Deuschle) wurden Rechtsfragen erörtert, einheitliche Formulare (z.B. Nebentätigkeiten) und Verträge (z.B. Orchesteraushilfen) entwickelt sowie Fortbildungen (Kinder- und Jugendarbeit) angeboten.

Bei einer gemeinsamen Tagung der beiden Regionalgruppen NRW und AGOS im Dezember 2002 in Köln veranlasste die enorme Resonanz dieser Veranstaltung im Kollegenkreis die Bildung einer Initiativ-Projektgruppe, die sich zwei Aufgaben widmen sollte:

  • Bundesweites PR-Konzept zur Darstellung der Orchester, ihrer Aufgaben und Bedeutung;
  • Vorbereitung einer bundesweiten Orchesterkonferenz.


II. Das Ziel

Das Ziel des ersten Deutschen Orchestertags war es, den Erfahrungsaustausch auf breiter Ebene fortzusetzen und die Interessen der über 150 deutschen Kulturorchester zu artikulieren und zu akkumulieren. Diskussionsmöglichkeiten und die Information der die aktuellen Entwicklungen und Strategien in der Tarifpolitik gehörten ebenso dazu wie kulturpolitische Themen. Eingeladen dazu waren die Spitzen der Arbeitgeber- und Arbeitnehmerverbände, Politiker, Vertreter der nationalen und internationalen Verbände sowie Fachjuristen und Coaches. Die Schirmherrschaft hatte Prof. Kurt Masur übernommen.

Gründungspräsidium des 1. Deutschen Orchestertages:

  • Anselm Rose, Intendant
  • Gudrun Euler (Arbeitsgruppe NRW)
  • Peter Conzelmann (AGOS)

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